Diktatorische Herrschaft und kollektives Gedächtnis
Der 228-Zwischenfall, auch 228-Massaker genannt, bezeichnet die gewaltsame Niederschlagung landesweiter Proteste in Taiwan durch die Kuomintang, die am 28. Februar 1947 begann. Tausende Zivilist*innen wurden verhaftet, verschleppt oder getötet – der Auftakt zu Jahrzehnten des Weißen Terrors. Eine öffentliche Auseinandersetzung mit diesem Ereignis begann erst im Zuge der Demokratisierung Taiwans Ende der 1980er Jahre.
Begleite uns und erfahre mehr über ein wichtiges und schwieriges Kapitel der taiwanischen Geschichte. Wir untersuchen die Ursachen und Bedingungen, die zum Massaker führten, die Auswirkungen der Repression auf die Gesellschaft in den folgenden Jahrzehnten sowie die Prozesse und Herausforderungen der heutigen Aufarbeitung.
Fragen
Welche langfristigen Folgen kann es für öffentliches Vertrauen, kollektives Gedächtnis und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Taiwan haben, wenn die Aufarbeitung des 228-Massakers verzögert oder unvollständig bleibt?
Wie sollte eine Gesellschaft mit historischen Figuren wie Chiang Kai-shek umgehen, die sowohl mit staatlicher Gewalt als auch mit der späteren Entwicklung der Nation verbunden sind?
Inwiefern können Bemühungen zur Aufarbeitung der Vergangenheit – einschließlich des 228-Massakers und der Rolle Chiang Kai-sheks – zu gesellschaftlicher Spaltung beitragen, und wo liegt die Grenze zwischen notwendiger Aufarbeitung und politischer Polarisierung?
Veranstaltungsdetails
Datum: Freitag, 13. Februar 2026
Uhrzeit: 18:30–20:00 Uhr
Ort: Mibap, Torstraße 22, 10119 Berlin
https://www.eventbrite.de/e/taiwan-talks-228-tickets-1982009318225?

